Ja, ein 800-Watt-Balkonkraftwerk lohnt sich finanziell fast immer, da es bei Anschaffungskosten von ca. 300–600 € meist nach 2–4 Jahren amortisiert ist und danach jährlich ca. 150–250 € Stromkosten spart. Es deckt den Grundbedarf des Haushalts (Kühlschrank, Standby), senkt die Stromrechnung effektiv und ist durch vereinfachte Regeln (Solarpaket I) einfach zu installieren.
Wichtige Faktoren für die Wirtschaftlichkeit:
Ertrag: Ein 800-Watt-System erzeugt je nach Ausrichtung, Standort und Verschattung etwa 550 bis 850 kWh Strom pro Jahr.
Eigenverbrauch: Der größte Gewinn entsteht, wenn der Strom direkt verbraucht wird (z. B. mittags durch Waschmaschine oder Kühlschrank), da die Einspeisevergütung gering ist.
Amortisation: Bei aktuellen Modulpreisen und Strompreisen von ca. 30–35 Cent/kWh ist die Anlage oft sehr schnell abbezahlt.
Installation: Die Anmeldung wurde deutlich vereinfacht; ein Schuko-Stecker ist nach neuen Normen in vielen Fällen zulässig, ein Wieland-Stecker jedoch weiterhin empfohlen.
Speicher: Ein optionaler Speicher kann den Eigenverbrauch erhöhen und ist besonders sinnvoll, wenn tagsüber niemand zu Hause ist, erhöht aber die Anschaffungskosten.
Fazit: Bei optimaler Südausrichtung lohnt sich die Investition am schnellsten. Auch Ost/West-Anlagen sind effektiv, da sie morgens und abends Strom liefern, wenn der Bedarf oft höher ist.